Alte Apotheke Edewecht: Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen

Wir sind für Ihre Gesundheit da: Als serviceorientierte Apotheke beraten wir Sie in allen Fragen der Gesundheit kompetent, persönlich und nach aktuellem wissenschaftlichen Stand.

 

Dabei bieten wir selbstverständlich nicht nur das klassische Apothekensortiment, sondern auch kosmetische Produkte und Gesundheitsservices, mit denen Sie sich wohlfühlen und gesund bleiben.

 

Die Pluspunkte der Edewecht im Überblick

  • gut geschultes Beratungspersonal
  • Spezialisierung durch regelmäßige Fortbildungen
  • mehrsprachige Betreuung

 

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Die “Alsengemme” kehrt nach Edewecht zurück

An der Außenwand der Alten Apotheke in Edewecht hängt ein blaues, rundes Schild, auf dem drei Figuren dargestellt sind. Über den Figuren sind zwei Runenzeichen zu erkennen. Dieses blaue Schild zeigt die Edewechter „Alsengemme“ (nähere Infos über Gemmen im separaten Infokasten) von Edewecht, die 1950 bei den Ausschachtungsarbeiten zur Errichtung der neuen Apotheke, die von Dr. von Cosel gebaut wurde, gefunden wurde. Neben zahlreichen Tonscherben und einer Graburne, entdeckten Bauarbeiter einen knopfgroßen, blauschillernden Glasstein. Dank der Aufmerksamkeit des Bauherrn bzw. der Ehefrau des Bauherrn, Frau von Cosel, die geschichtlich sehr bewandert war, wurden die Funde kurze Zeit später dem Staatlichen Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Oldenburg vorgelegt.

Die Überraschung war groß, als das Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt gegeben wurde: Der „Glasstein“ zählt zu den „Alsener Gemmen“. Aufgrund der ebenfalls gefundenen Tonscherben konnte das Alter der Edewechter Gemme auf gut 1200 Jahre geschätzt werden, also aus der Zeit um 800 n. Chr.

60 Jahre nach dem sensationellen Fund der Edewechter Gemme übernahm im Februar 2010 Silja Wilckens die „Alte Apotheke“. Da sie sich sehr für Geschichte und Altertümer interessiert, war sie auch sofort von der „Alsengemme“ fasziniert.

„Ich versuchte zunächst herauszufinden, in welchem Museum sich die Gemme befindet, und das war gar nicht so einfach,“ erzählt die aus Apen stammende Apothekerin. Es dauerte fast vier Monate, bis sie das Relikt im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg gefunden hatte. „Leider konnte ich meine Idee, die Gemme zurück nach Edewecht zu holen und sie bei mir in der Apotheke dauerhaft auszustellen, nicht umsetzen,“ so Silja Wilckens. „Man hat mir aber angeboten, eine Replik (Nachbildung) herzustellen, und dieses Angebot habe ich natürlich sofort angenommen.“
Es vergingen vier weitere Monate, bis die Replik der Edewechter „Alsengemme“ fertig war und jetzt von der Restauratorin des Museums, Eva Schreiber, persönlich in der Alten Apotheke an die überglückliche Inhaberin überreicht wurde.

Im Original ist die Edewechter „Alsengemme“ knapp 2,25 Zentimeter groß. Sie ist aus Glas, fast rund und 3 bis 4 mm dick. Die Rückseite ist dunkel und glatt, während die Vorderseite eine blaue, achatähnliche Färbung hat, die am Rand dunkelblau schillert. Eingeritzt sind drei Figuren und zwei Runenzeichen.
Die Runen haben folgende Namen und Bedeutung:
ALGIZ: Viele Gefahren lauern auf dem Weg, aber du genießt inneren Schutz.
FEHU: Horte deinen Reichtum nicht, nutze ihn zum Wohle aller.

„Die Replik habe ich aus Epoxidharz gegossen und ist vom Original nicht zu unterscheiden,“ freut sich Restauratorin Schreiber. „Sie wird jetzt bei mir in der Apotheke dauerhaft zu besichtigen sein,“ so Silja Wilckens. „Es wird ein neues Regal aufgestellt, auf dem die Alsengemme sowie verschiedene alte, medizinische Geräte, Medikamentenschachteln, Salbentuben usw., die ich im Keller entdeckt habe, ihren Platz finden.“ Die Edewechter Alsengemme soll außerdem wieder in dem Logo der Alten Apotheke erscheinen.

Informationen über Alsengemmen:

 

Gemmen dienten im Altertum als Glückssymbole. Unter einer Gemme (lateinisch gemma: Knospe, Edelstein) versteht man einen geschnittenen Edelstein oder Halbedelstein. Daraus leiten sich auch der Fachbegriff für Edelsteinkunde (Gemmologie) sowie die Bezeichnung des Steinschneiders (Gemmarius) ab. „Alsengemmen“ sind Gemmen die aus Glaspaste hergestellt wurden, von denen das erstmals entdeckte Exemplar dieser Art im norddeutschen Raum auf der damaligen deutschen Insel Alsen (heute zu Dänemark gehörend) gefunden wurde. Heute kennt man über 40 Exemplare. Der Aberglaube legte diesen Gemmen die Eigenschaft bei, dem Besitzer im Kampf den Sieg zu verleihen. Der meist blau oder grünlich gefärbte Glasfluss, in den gewöhnlich zwei bis drei, seltener eine oder vier Figuren eingraviert sind, besteht in der Regel aus zwei Schichten: einer hell- und einer dunkelgefärbten.

 

Quelle: http://edewecht-journal.de/app/download/5043943909/EJ+06_2011.pdf